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Berlin, 05.03.2026:
Er ist unbestritten einer der schönsten Plätze Berlins: der Gendarmenmarkt, den die Zwillingsbauten des Deutschen und Französischen Doms markant einfassen. Nicht minder prägend sind das dazwischenliegende Konzerthaus samt des künstlerischen Schillerdenkmals. Als Bauherr des Landes Berlin hat Grün Berlin die vorgelagerte Platzfläche von Oktober 2022 bis März 2025 umfassend saniert, einschließlich eines neu angelegten Systems zum Regenwassermanagement. Ein Teil davon ist die Doppelschlitzrinne „Gemini Magna“ der Firma Richard Brink für den Schwerlastbereich, die eine Entwässerungslinie quer über den gesamten Platz zieht.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen von 2022 bis 2025 wurde die Schwerlast-Schlitzrinne „Gemini Magna“ des ostwestfälischen Metallwarenherstellers auf dem Platz verlegt. Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Nachhaltig genutzter Niederschlag

Der Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte hat eine große Historie in der deutschen Hauptstadt. Dementsprechend wurde das neue Pflaster wieder im denkmalgeschützten Design angelegt: ein weitläufiges Karomuster, bei dem helle Quadrate dunkel eingerahmt sind. Als federführende Landschaftsarchitekten tragen die BBS Landscape Engineering GmbH aus Berlin gemeinsam mit der ASPHALTA-Ingenieurgesellschaft für Verkehrsbau mbH aus Falkensee die Verantwortung für die Ausführung samt Planung und Objektüberwachung. Wichtig bei der neuzeitlichen Interpretation des alten Stils war die Herstellung eines tourismusnahen, barrierefreien Platzes mit großzügigen Sichtachsen.

Direkt unter der 14.000 m² großen Fläche befindet sich seit den Umbauarbeiten ein insgesamt 5 km umfassendes modernes Leitungsnetz für Strom, Trink- und Abwasser. Auftretender, in den Boden eindringender Niederschlag wird fortan zur Weiterverwertung in einem unterirdisch angelegten Wasserspeicher gesammelt, was im Gegensatz zu häufig versiegelten Flächen in urbanen Räumen eine nachhaltige Entlastung für die Kanalisation darstellt. Bei den getroffenen Maßnahmen waren auch die Berliner Wasserbetriebe unter der Leitung von Stefan Dohrmann-Knapp beteiligt.

14.000 m²

Gesamtfläche des Gendarmenmarktes

5 km

unterirdisches Leitungsnetz für Strom, Trink- und Abwasser

83 m

der Schwerlastrinne "Gemini Magna" verbaut

Passgenau und platzsparend

Ein im wahrsten Sinne zentrales Element des klimaangepassten Regenwassermanagements sind die Schwerlastrinnen „Gemini Magna“ der Richard Brink GmbH & Co. KG. Diese dezente Rinne samt integrierter Steinschale nimmt einen der besagten dunklen Pflasterstreifen auf und verläuft vom Deutschen bis zum Französischen Dom mitten über den Platz vor den Augen der Schiller-Statue. Die Rinne ist eigentlich als Doppelschlitzrinne konzipiert, wurde jedoch vom Metallwarenhersteller als Sonderbaulösung mit lediglich einem Schlitz umgesetzt. Auch die integrierte Steinschale ist mit 120 mm Höhe und 162 mm Breite passgenau auf die Größe des verwendeten Plattenbelags vor Ort angepasst. Nur bei sehr genauer Betrachtung des neu gestalteten Bodens fällt auf, dass sich unterhalb der Pflasterung überhaupt ein Rinnenstrang befindet. 

Insgesamt lieferte das Familienunternehmen mit Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock 83 m seiner Rinne aus 5 mm starkem feuerverzinktem Stahl inklusive Endstücken und mittigem Ausschnitt zum Anschluss an das Entwässerungssystem via Stutzen in DN 150. Schon mit einer Materialstärke von 3 mm entspricht der Rinnenkörper den Anforderungen in Anlehnung an die Belastungsklasse D 400 und hält damit Kräften auch bis zu 40 t im Straßenverkehr problemlos stand. In der verbauten Variante als Sonderausführung mit 5 mm Stärke verleiht die Rinne dem Platz auch langfristig eine solide Basis für Schwerlasten durch Veranstaltungen oder Anlieferungsverkehr.

Die Rinne samt Steinschale wurde für die Plattengröße am Gendarmenmarkt maßgefertigt und bettet sich entsprechend minimalistisch in die Platzgestaltung ein. Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Doppelschlitzrinne Gemini Magna

  • Doppelschlitzrinne mit Steinschale

  • kombiniert die Vorteile einer Kastenrinne mit denen einer Schlitzrinne

  • revisionierbarer Rinnenkörper durch entnehmbare Steinschale

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Im Zuge des Umbaus entstand ein barrierefreier Platz, auf dem das denkmalgeschützte Pflastermuster wiederhergestellt wurde. Unterirdisch verläuft nun ein 5 km langes Ver- und Entsorgungsnetz. Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Aus Ostwestfalen für die Hauptstadt

Auch bei anderen Großprojekten in Berlin, bei denen Produkte der Firma Richard Brink zum Einsatz kamen, lag der Fokus darauf, den Charakter einer zukunftsweisenden Metropole zu unterstreichen. Einen barrierefreien Platz mit einem derart großen Ver- und Entsorgungsnetz aufzurüsten und dabei das historische Gesamtgefüge nicht zu verfälschen, war die große Herausforderung beim Gendarmenmarkt. Amir Lakhal vom ausführenden Unternehmen KEMNA BAU Ost GmbH & Co. KG sagt dazu:

„Das neu in den Untergrund eingelassene System durfte nicht auffallen und das ist dank des Sonderbaus perfekt gelungen. Die Wahl für die Schwerlastrinne aus dem Hause Richard Brink hat jedoch noch einen weiteren entscheidenden Grund: Klassische Schlitzrinnen brauchen Vorrichtungen zur Revision. Bei der eingesetzten Lösung kann die Steinschale meterweise entnommen werden und ist dadurch auf Dauer wartungsfreundlicher als herkömmliche Alternativen.“

Amir Lakhal

KEMNA BAU Ost GmbH & Co. KG

Individuelle Lösungen sind unsere Stärke

„Der Einsatz diverser Pflanz- und Entwässerungssysteme auf einem 2.200 m² großen Dachgarten in Charlottenburg-Wilmersdorf, knapp 3 km maßgeschneiderte Rinnen für die Neugestaltung des Centers am Potsdamer Platz sowie 4,5 km Fassadenrinnen für 32 Holzmodulschulen im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive stellen eine große Auszeichnung für unsere Produkte dar. In der heutigen Zeit sind mehr denn je individuelle und gleichzeitig funktionale Lösungen gefragt – und genau diese zügig zu liefern ist unsere Stärke“, kommentiert Stefan Brink, Geschäftsführer der Richard Brink GmbH & Co. KG, die jüngsten Hauptstadt-Projekte des Herstellers, in die sich der Gendarmenmarkt nahtlos einreiht.

Mit dem Resultat zeigen sich auch Ralf Walter und Stefan Asbrede seitens des Bauherrn Grün Berlin zufrieden:

„Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt und wir danken allen Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung.“

Ralf Walter und Stefan Asbrede

Grün Berlin

Der 83 m lange Rinnenstrang ist Teil des neuen Regenwassermanagements und noch dazu schwerlastfähig, um entsprechenden Anforderungen, beispielsweise durch Veranstaltungen, gerecht zu werden. Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit bei