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Der neu gestaltete Melangeursplein im niederländischen Zevenaar verbindet historische Industriearchitektur mit offenen, begrünten Aufenthaltsflächen.  Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Aus einem Guss durch die Geschichte

Firma Richard Brink liefert monolithische Schwerlastentwässerung für historischen Fabrikvorplatz

Zevenaar, 17.08.2026:

Wo einst Tabak verarbeitet wurde, verbindet heute ein öffentliches Areal Kultur, Verwaltung und Begegnung. Mit der Neugestaltung des Melangeursplein erhielt der Vorplatz der früheren Zigarettenfabrik im niederländischen Zevenaar eine neue Funktion. Begrünte Aufenthaltsbereiche, helle Gehflächen und weitläufige Pflasterzonen prägen das Erscheinungsbild. Für die Linienentwässerung der befestigten und befahrbaren Flächen kam unter anderem die Schwerlastrinne „Mono-Fortis“ aus Polymerbeton der Firma Richard Brink zum Einsatz.

Die Geschichte des Standorts reicht bis in das Jahr 1920 zurück. Der Name Turmac entstand aus den Herkunftsbezeichnungen des damals verarbeiteten Tabaks aus der Türkei und Mazedonien. Nach dem Ende der Zigarettenproduktion im Jahr 2008 wurde der historische Gebäudekomplex zu einem öffentlich zugänglichen Kultur- und Verwaltungsstandort weiterentwickelt. Auch der Name Melangeursplein erinnert an die industrielle Vergangenheit: Als Melangeur wurde der Fachmann bezeichnet, der verschiedene Tabaksorten zu charakteristischen Mischungen zusammenstellte.

Heute bildet der Platz das Bindeglied zwischen Rathaus, Turmac Cultuurfabriek, Innenstadt und Bahnhofsbereich. Drei großflächige Pflanzbeete, Sitzmöglichkeiten und klar geführte Wege schaffen eine offene Platzstruktur. Die verbaute Entwässerungslinie fügt sich dabei als technisch notwendiger, zugleich aber gestalterisch zurückhaltender Bestandteil in die befestigten Flächen ein.

Klare Linie zwischen unterschiedlichen Flächen

Die „Mono-Fortis“ der Firma Richard Brink verläuft über längere Strecken geradlinig über den Platz. Sie begleitet die Übergänge zwischen den rotbraun geklinkerten Pflasterflächen und den helleren Geh- und Aufenthaltsbereichen. Durch ihre dunkle und gleichmäßige Erscheinung bleibt die Rinne sichtbar, ordnet sich jedoch elegant in die lineare Gliederung des Außenraums ein.

Insgesamt wurden 66 jeweils einen Meter lange Rinnenelemente mit einer Nennweite von DN 150 verbaut. Die Rinnen besitzen eine Breite von 206 Millimetern und eine Höhe von 250 Millimetern. Mit der Belastungsklasse E 600 ist das System für hohe Beanspruchungen auf befahrbaren Flächen ausgelegt und damit bestens für die Anforderungen vor Ort geeignet.

Rinnenkörper und Rost in einem Bauteil

Das zentrale Merkmal der „Mono-Fortis“ liegt in ihrem monolithischen Aufbau. Rinnenkörper und Rost werden nicht als getrennte Komponenten ausgeführt, sondern bilden ein einziges Bauteil aus Polymerbeton. Damit entsteht innerhalb des regulären Rinnenstrangs eine geschlossene Konstruktion ohne separat aufliegenden Rost.

Der Werkstoff Polymerbeton verbindet die für den Schwerlastbereich erforderliche Festigkeit mit einem geringeren Gewicht gegenüber Materialien mit vergleichbarer Festigkeit. Die Konstruktion eignet sich damit für belastbare Linienentwässerungen und unterstützt zugleich eine klare, durchgängige Gestaltung der Oberfläche.

Die einzelnen Rinnensegmente werden über ein Nut-Feder-System miteinander verbunden. Eine integrierte Gummidichtung sorgt an den Rinnenstößen für einen wasserdichten Übergang. Gerade bei einer aus zahlreichen Ein-Meter-Elementen zusammengesetzten Entwässerungslinie bildet diese konstruktive Lösung die Grundlage für eine geschlossene Verbindung der einzelnen Segmente.

Sinkkästen ergänzen das System

Vier zusätzliche Sinkkästen aus Polymerbeton nehmen das Wasser aus der Rinnenlinie auf und schaffen die Verbindung zur weiterführenden Entwässerung. Ergänzend dazu fertigte die Richard Brink GmbH & Co. KG passende Design-Gussroste des Typs „Zippa“. Auch die Sinkkästen und Roste entsprechen der Belastungsklasse E 600.

Die großformatigeren Roste der Sinkkästen setzen sich innerhalb des Rinnenverlaufs sichtbar von den monolithischen Elementen ab, bleiben jedoch funktional und gestalterisch Teil derselben Linie. Auf diese Weise entsteht ein durchgängiges System aus Rinnenkörpern und den erforderlichen Anschlusspunkten.

Mit insgesamt 68 Metern Länge übernimmt die Entwässerung eine zentrale Funktion innerhalb der neu geordneten Platzfläche. Die monolithische Bauweise der Rinnen verbindet hohe Belastbarkeit mit einer geradlinigen Optik. Damit fügt sich die Schwerlastentwässerung perfekt in einen öffentlichen Raum ein, der die industrielle Vergangenheit des Standorts bewahrt und zugleich auf seine heutige Nutzung ausgerichtet ist.

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