Großer Platz dezent entwässert

Firma Richard Brink fertigt Dränagerinnen und Schlitzrinnen für Hans-Sachs-Haus Gelsenkirchen

Das neue Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen bildet eine zentrale Anlaufstelle für Bürger und prägt das Stadtbild maßgeblich. Um anfallenden Niederschlag von dem angrenzenden, etwa 2.200 Quadratmeter großen, Alfred-Fischer-Platz effizient abzuleiten, kam eine dezente Linienentwässerung mit maßgefertigten Schlitzrinnen und Revisionskästen der Firma Richard Brink zum Einsatz. Für die Fassadenentwässerung hat das Unternehmen Richard Brink außerdem massive Entwässerungsrinnen und Maschenroste aus Edelstahl geliefert. Da der Platz sowie der Eingang zum Bürgerforum im Erdgeschoss des Hans-Sachs-Hauses mit einem Gewicht von bis zu 35 Tonnen belastbar sein sollten, wurden alle eingesetzten Rinnen in Schwerlastausführung gefertigt. In einer Bauzeit von etwa vier Jahren wurde das Gebäude aus den 1920er Jahren nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) unter Erhalt der Bestandsfassade neu errichtet. Die Außenanlagen hat das Berliner Büro Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten geplant, ausführendes Unternehmen war die Garten- und Landschaftsbau Vornholt GmbH.

Das Hans-Sachs-Haus mit seiner Kombination aus historischer massiver Klinkerfassade und eingeschnittener gebäudehoher Glasfassade bildet einen markanten Orientierungspunkt im Gelsenkirchener Zentrum. Auf fünf Etagen sind unter anderem der Ratssaal, Veranstaltungsräume, die Stadtverwaltung, eine Touristeninformation sowie Serviceeinrichtungen für die Bürger der Stadt untergebracht. Bei dem Bau sind die bestehenden Fassaden erhalten geblieben, während das Innere des Gebäudes völlig neu strukturiert wurde. Das entstandene gläserne Atrium des Neubaus haben die Architekten sensibel in die historische Gebäudehülle aus Backstein integriert.

Neuer Glanz für Hans-Sachs-Haus

Durch die Neugestaltung des Hans-Sachs-Hauses treten zwei Baustile miteinander in Dialog: Eine klare Formensprache prägt die denkmalgeschützte Backsteinfassade, insbesondere auf der Seite des Haupteingangs. Gemauerte Ornamente und das vielseitige Farbenspiel der Backsteine setzen Akzente und durchbrechen die funktionalen Ansätze der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre. Der integrierte Neubau öffnet sich durch seine große Glasfassade auf der Rückseite in Richtung des Alfred-Fischer-Platzes und erfüllt somit die Aufgabe, die Transparenz demokratischer Entscheidungen nach außen zu tragen. Horizontale Sonnenlamellen strukturieren die Glasfassade und führen die Gesimsbänder der historischen Bebauung fort. Um den besonderen Charme des Hans-Sachs-Hauses hervorzuheben, haben die Architekten zahlreiche historische Elemente wie die Schaufensterfront an der Hauptstraße oder die Treppenhäuser rekonstruiert.

Belastbare Entwässerungssysteme der Firma Richard Brink

Mit dem Abriss des Erweiterungsbaus sowie dem Rückbau einer Straße ist der 2.200 Quadratmeter große Alfred-Fischer-Platz entstanden, der dem Rathaus als Bürgerplatz zugeordnet ist. Der Vorplatz sowie die angrenzenden öffentlichen Gehwege sind barrierefrei gestaltet und unter anderem mit Blindenleitsystemen ausgestattet. Der Übergang zwischen den Gehwegen und dem Platz verläuft fließend ohne Schwellen. Optisch ist dieser Wechsel durch unterschiedlich farbige Betonplatten in gegensätzlicher Verlegerichtung markiert. Damit eine gemeinsame Nutzung des Bürgerforums im Erdgeschoss des Gebäudes und des Platzes möglich ist, kann die Westfassade bei gutem Wetter geöffnet werden. Eine Voraussetzung, um die neu entstandene Fläche für Veranstaltungen zu nutzen, war die Belastbarkeit des Platzes mit einem Gewicht bis zu 35 Tonnen. Diese Vorgabe hatte auch Auswirkungen auf die Wahl der Entwässerungssysteme. Um den großen Bürgerplatz möglichst dezent zu entwässern, haben sich die Landschaftsarchitekten für eine Linienentwässerung entschieden. Dort kamen maßgefertigte Schwerlastschlitzrinnen des Typs Lamina und passende Revisionskästen der Richard Brink GmbH & Co. KG zum Einsatz. Die Produkte nehmen durch ihren speziellen Aufbau und ihre Materialstärke die enormen Druck- und Schubkräfte von PKWs und LKWs auf, ohne in ihrer Funktion beeinträchtigt zu werden. Gleichzeitig erforderten die großen Wassermassen besondere Querschnitte der Rinnen, die dank der Sonderanfertigungen erfüllt werden konnten.

Hoher Anspruch an Dränagerinnen und Entwässerungsrinnen

Zusätzlich zur Funktionalität und Belastbarkeit der Dränagerinnen und Entwässerungssysteme spielten gestalterische Vorgaben der Landschaftsarchitekten bei der Umsetzung eine wichtige Rolle. Damit sich die Kanten der Schlitzrinnen optimal in die verlegten Betonplatten integrieren, hat die Firma Richard Brink diese auf Maß gefertigt. Laut des ausführenden Garten- und Landschaftsbauers hat das Unternehmen flexibel auf veränderte Anforderungen im Bauablauf reagiert und die Rinnen zügig hergestellt und geliefert. Die eingebauten Revisionskästen zur Reinigung des Entwässerungssystems sind mit auspflasterbaren Abdeckungen ausgestattet, die das homogene Erscheinungsbild des Bodens erhalten. Dadurch fügen sie sich nahezu unsichtbar in das Gesamtbild des Platzes ein.

Entwässerungsrinnen für barrierefreien Zugang

An der Glasfassade des Hans-Sachs-Hauses verlegte das Familienunternehmen Richard Brink Entwässerungsrinnen des Typs Stabile mit einer Einlaufbreite von 200 Millimetern verlegt. Durch ihre Maschenform und den massiven Aufbau greifen die Abdeckroste der Entwässerungsrinnen die architektonische Linie der unterschiedlichen Fassadenelemente auf und führen diese fort. Die im gesamten Projekt eingesetzten Rinnen entsprechen den Anforderungen der Barrierefreiheit, die mit einem Blindenleitsystem und anderen Elementen in der Außenanlage und dem Gebäude bei diesem Projekt vorbildlich umgesetzt wurden.