Auf den Spuren der Sonnenbahn

Solarmodule dank Unterkonstruktionen der Firma Richard Brink optimal ausgerichtet

Eine Anlage zur eigenen Energiegewinnung auf dem Dach – für viele Betriebe, Infrastruktureinrichtungen und Privathäuser sind Solarmodule eine höchst wirtschaftliche Lösung, die zugleich den schonenden Umgang mit Ressourcen fördert. Voraussetzung dafür ist, dass die Photovoltaik-Anlage standsicher installiert und effizient ausgerichtet ist. Die fachgerechte Montage gelingt mit speziellen Solarunterkonstruktionen, z. B. von der Firma Richard Brink. Der Metallwarenhersteller fertigt seine Miralux-Elemente in verschiedenen Ausrichtungsvarianten, sodass sie je nach Verlauf der Sonnenbahn aufgebaut werden können. Mehrere Schweizer Projekte veranschaulichen, wie die Solarunterkonstruktionen für eine optimale Aufstellung von Photovoltaik-Systemen sorgen, von einem Schuldach über ein Lagerhaus bis zur Obsthalle.

Das Bundesamt für Energie (BFE) veröffentlicht jährlich die „Schweizerische Statistik der erneuerbaren Energien“. Demnach ist allein von 2014 auf 2015 die Elektrizitätsproduktion aus Sonnenenergie von 3.000 auf 4.000 TJ (Terajoule) gestiegen. Ein wachsender Anteil davon entsteht aus der Energiegewinnung durch Photovoltaik-Anlagen. Immer mehr Hauseigentümer und Betriebe entscheiden sich für Solarmodule, die auf ihren Gebäudedächern installiert werden. Der produzierte Strom fließt direkt in die eigene Nutzung. Überschüsse können in das Netz eingespeist werden.

Zuverlässige Befestigung gefragt

Besonders bei Bestandsbauten eignet sich die Aufdach-Montage von Photovoltaik-Anlagen. Handelt es sich um ein Flachdach mit sehr geringer Neigung, ist ein Ausgleich durch spezielle Unterkonstruktionen erforderlich. Nur wenn die Systeme optimal ausgerichtet sind, ist die höchstmögliche Energiegewinnung am Standort möglich. Zudem sollen die Aufständerungen für eine ausreichende Befestigung und Hinterlüftung der Solarmodule sorgen.

Montage von Solarunterkonstruktionen mit wenigen Handgriffen

Diese Anforderungen erfüllen die Solarunterkonstruktionen der Richard Brink GmbH & Co. KG. Die Miralux-Produkte aus Stahlblech mit Magnelis®-Beschichtung sind widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Auch bei hohen Windgeschwindigkeiten halten sie aufgrund ihres Strömungsverhaltens den Belastungen stand. Die Elemente zeichnen sich durch ihre Montagefreundlichkeit aus. Sie sind so konzipiert, dass sie dank ihres Aufbaus platzsparend transportiert und vor Ort einfach gehandhabt werden können. Durch den Steck-Klapp-Mechanismus lassen sich ohne Werkzeug Reihen formschlüssig aneinanderkoppeln und sicher verbinden. Mit wenigen Handgriffen verriegeln Monteure die Aufständerung. Die Breite der Ständerelemente sowie ihr Gewicht richten sich nach den Abmessungen der ausgewählten Solarmodule. Integrierte Kanäle ermöglichen die ordnungsgemäße Verkabelung. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen reduziert sich mit den Miralux-Konstruktionen die Flächenlast um bis zu 75 %.

Gymnasium mit regenerativem Anspruch

Die Solarunterkonstruktionen der Firma Richard Brink sind in verschiedenen Ausrichtungs-Varianten erhältlich. Dies kommt beispielsweise der Nutzung Erneuerbarer Energie des Gymnasiums Interlaken zugute. Dort hat das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern in eine energetische Gesamtsanierung des Bestands investiert. Zu der Instandsetzung in drei Etappen gehörte auch die Montage einer Photovoltaik-Anlage. Die Mitarbeiter der elentec GmbH, Langnau i. E., installierten Solarmodule auf insgesamt drei Dachflächen mit einer Größe von 470 bzw. 950 m2. Die Anlage führten sie in der SolarEdge-Technologie aus, bei der die Stromproduktion durch die Variation der Modulspannung für jedes einzelne Modul optimiert wird. Dadurch erhöht sich der Ertrag gegenüber konventionell geschalteten Anlagen. Das System erreicht eine Nennleistung von 118,30 kWp (Kilowatt peak) und wird im Eigenverbrauchsmodell mit Überschusseinspeisung betrieben. So produziert das Gebäude seinen eigenen „grünen“ Strom und erfüllt weitere Bedarfe. Zur Befestigung war eine kostenoptimierte Lösung gefragt. Zum Einsatz kamen die Miralux-Konstruktionen des Typs 3 der Richard Brink GmbH & Co. KG. So konnten die Verarbeiter die Zellen im 15°-Winkel mit Ost-West-Ausrichtung aufstellen.

Größtes Schweizer Solarkraftwerk mit CIS-Technologie

Auch immer mehr Unternehmen nutzen ihre Flachdächer für die Energiegewinnung durch Sonneneinstrahlung. Die Firma SOLVATEC mit Sitz in Basel hat auf dem Dach der Lagerhaus Langhag AG das größte Solarkraftwerk im Großraum Illnau-Effretikon errichtet. Mit der Photovoltaik-Anlage wurde eine totale Nennleistung von 293,73 kWp realisiert. Somit ist das Solarkraftwerk gleichzeitig das größte mit CIS-Dünnschicht-Technologie ausgestattete in der Schweiz. Mit den Miralux-Unterkonstruktionen vom Typ 3 sind die Module zu gleichen Teilen in Richtung Osten bzw. nach Westen ausgerichtet. Durch den Einsatz der CIS-Technologie und die ideale Ausrichtung der Konstruktion wird ein Mehrertrag von 10 % pro installierter Leistung erwartet. Insgesamt haben die Monteure 1.778 Solarmodule verbaut, die jährlich einen Stromertrag nach Meteonorm von 311.000 kWh (Kilowattstunde) erzielen. Damit lassen sich etwa 170 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr einsparen. Der produzierte Strom wird in das Ortsnetz eingespeist. Er deckt den Bedarf von mehr als 60 Durchschnitts-Haushalten.

Obsthalle mit Energiepotenzial

Die fenaco Gruppe betreibt in Sursee eine Obsthalle, in der Landesprodukte wie Äpfel und Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Beeren gelagert werden. Auf den Gebäudedächern verbaute SOLVATEC Solarmodule mit einer Oberfläche von 3.252 m2. Sie erbringen eine jährliche Gesamtleistung von 480.600 kWh. Die totale Nennleistung beträgt 485,28 kWp. Für die Aufstellung der Module setzten die Verarbeiter auf den Flachdächern der Obsthalle die Miralux-Systeme des Herstellers aus Schloß Holte-Stukenbrock ein. So haben die Elemente eine Ost-West-Ausrichtung mit 15°-Winkel. Mittels Unterkonstruktion sind die einzelnen Module im Abstand von 10 mm eingesetzt worden. Die Ständer ließen sich ohne Durchdringung der Dachhaut auf den ausgelegten EPDM-Dichtungsbahnen verbauen. Anschließend wurden die Flachdächer teilweise mit einer Kiesschüttung ausgelegt.

Optimalen Ertrag gesichert

Dank des einfachen Mechanismus der Solarunterkonstruktionen konnten die Photovoltaik-Anlagen mit wenigen Fachkräften schnell installiert werden. Der geringe Zeitaufwand kommt dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der Investitionen zugute. Zudem profitieren die Betreiber von einem optimalen Energieertrag im Sinne einer nachhaltigen Zukunft.